Herpetocamp 2026 - Dübener Heide
Unser zweites diesjähriges Herpetocamp fand in alter Tradition wieder in der Dübener Heide auf dem Gelände unseres Gastgebers Sven und des Merkmal e.V. statt. Dadurch, dass der 1. Mai auf einen Freitag fiel, zelteten wir mit 15 Kindern und 11 Erwachsenen diesmal gleich drei Nächte auf einer wunderbaren Waldwiese mit mehreren Kleingewässern gleich nebenan.
Wie jedes Jahr wurden diese Kleingewässer auch dieses Jahr bei nächtlichen Exkursionen besucht und die eingebrachten Reusenfallen jeweils am nächsten Tag geleert – nachdem sich alle erstmal bei einem ausgiebigen Frühstück gestärkt hatten. Beim Leeren der Fallen entdeckten wir einige Kamm- und Teichmolche sowie Libellenlarven und andere spannende Wasserbewohner.
Tagsüber wurden die bei uns vorkommenden Amphibien- und Reptilienarten sowohl in der Theorie als auch in der Praxis vorgestellt: An dieser Stelle vielen Dank an Steve für die geliehenen Mini-Terrarien mitsamt ihren Bewohnern! Doch auch außerhalb der Terrarien entdeckten wir bei unseren Wanderungen durch die nähere Umgebung so einiges – darunter mehrere Zauneidechsen, einige Blindschleichen und Feldgrillen. Der Höhepunkt unserer Exkursion war der Besuch in einer nah gelegenen Kiesgrube am Freitagabend, bei dem wir eine Kreuzkröte und zu guter Letzt noch eine Knoblauchkröte entdeckten, der wir dabei zusehen konnten, wie sie sich in den sandigen Boden eingrub. Außerdem entdeckten wir in einer der Reusen in den Gewässern der Kiesgrube gleich 13 Kammmolche!
Neben unseren Entdeckungen standen auch Spiel, Spaß und Basteleien auf dem Programm: So meisterten sowohl die Kinder und erstmals auch die Erwachsenen (letztere mehr oder weniger 😉) erfolgreich die Baumstamm-Challenge, die Kinder bastelten mit Begeisterung Buttons mit Bildern ihrer Lieblingsarten und am Samstagmittag kletterte das Thermometer so weit nach oben, dass sogar gebadet werden konnte! Trotz der brütenden Hitze hatten einige Kinder und Eltern noch die Energie, mit Schweiß und Spaten zwei kleine Tümpel für Teichmolch & Co. auf einer Wiese nahe unseres Campingplatzes anzulegen.
An den Abenden dürfte natürlich auch das warme, knisternde Lagerfeuer mit Stockbrot nicht fehlen, bevor sich alle in ihre Zelte verkrochen. Der Wettergott war uns dabei auch in diesem Jahr wieder hold, sodass es, mit Ausnahme der ersten Zeltnacht, nicht allzu kalt wurde.
Was bleibt uns noch zu sagen? Vielen herzlichen Dank an unseren Gastgeber, der uns wieder einmal nicht nur seine Waldwiese, sondern auch seine Küche, Toiletten und Strom sowie seinen Pizzaofen zur Verfügung stellte. Dank an Carol und Frank für das Ausleihen des Proviantzeltes! Danke an alle Kinder und Eltern fürs Kommen und für eure Freude und Begeisterung – ohne euch gäbe es das Camp nicht! Und ein ganz besonderer Dank an Katja und Marcel für die Gesamt-Organisation und -Durchführung, den Transport eines Großteils der Materialien und das nahezu heldenhafte Unterfangen, für 26 Personen und drei Tage einzukaufen (was uns jeden Tag reichhaltiges Frühstück, reichlich Proviant für unterwegs und leckeres Abendessen bescherte. 😉) Wir freuen uns jetzt schon wieder auf nächstes Jahr! 😊